



Wir parken an der Schlossstraße unterhalb des Schlosses Neubeuern. Das Schloss selbst ist 788 erstmals urkundlich erwähnt.
Seit 1923 beherbergt es (mit kurzer Unterbrechung) ein exklusives Internat für Mädchen und Jungen, Schulkleidung ist Pflicht,
die Schul- und Internatsgebühren betragen für das Schuljahr 2026/2027 monatlich 5.160 €.
Wir wenden uns dem historischen Neubeurer Markplatz zu. Es empfängt uns eine reizvolle Kulisse mit bunten, mit Lüftlmalerei
und kunstvollen Schildern verzierten Häusern. Zwischen dem Salzburger und dem Münchner Tor sind überall die Spuren der
vergangenen Innschifffahrtsgeschichte zu entdecken. In der Gästeinformation erfahren wir, dass die geplante Route zur
Dandlalm wegen Forstarbeiten mit Seilbahnen gesperrt ist. Frau Engelmann empfiehlt uns, am Inndamm entlang zum Badesee zu
gehen und von dort aus zur Dandlalm aufzusteigen. Allerdings müssen wir auch den gleichen Weg zurück gehen.
Doch zuerst geht es in die imposante 250 m lange und 25-30 Meter tiefe Wolfsschlucht. Hier wurden seit dem 15. Jahrhundert
Mühlsteine gebrochen. An der Nordwand sieht man noch Gerüstlöcher und die Inschrift des Steinhauers Johannes Auer.
Zurück und dann vom Marktplatz aus steigen wir über viele Treppen erst hinauf auf den Haschlberg. Wir genießen den herrlichen
Blick ins bayerische Inntal, umrahmt von einer prächtigen Bergkulisse, links Heuberg und Kranzhorn, rechts Riesenkopf,
Petersberg mit Kirche und Wildbarren und im Hintergrund Zahmer und Wilder Kaiser und ganz hinten der Großvenediger.
Über noch mehr Treppen geht es dann hinunter an den Inn und über den Inndamm erreichen wir den Neubeurer Badesee. Von da aus
steigen wir peu à peu bergauf, eingerahmt von Almweiden und Wäldchen, vorbei an den Einödhöfen Vordersteinberg,
Hintersteinberg, Anker und Brunn. Gleich am Ortseingang von Schilding zweigen wir ab zur Dandlalm auf 770 m, unserem Ziel.
Uns liegt das Hochplateau des Samerbergs bis hin zur Hochries zu Füßen. Nach einer kräftigen Brotzeit wandern wir zügig auf
dem gleichen Weg zurück. Allerdings fallen uns jetzt die vielen Treppen hinauf zum Neubeurer Marktplatz ziemlich schwer.
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