



Sechs motivierte Radler haben sich am Bahnhof in Holzkirchen eingefunden, um über den Kirchsee nach Bad Tölz zu radeln.
Nach einer Rast an der Isar bzw. im Café gings es über das Ellbacher Moor zum Kloster Reutberg. Die Einkehr ist für mich
obligatorisch und die Halbe schmeckt mit dem wunderschönen Bergblick einfach noch mal so gut.
Zum Glück ist Holzkirchen nicht mehr so weit…
Geschichte des Kloster Reutberg
Gründung Anfang des 17. Jahrhunderts als Kapuzinerinnenkloster
Die Schwestern wechseln von den Kapuzinerinnen zu den Franziskanerinnen, um sich noch stärker der kontemplativen und gemeinschaftlichen Lebensweise zu widmen.
Nach der Säkularisation 1835 erhält das Kloster eine neue Chance, als König Ludwig I. von Bayern die Wiedereröffnung genehmigt und zusätzlich eine Mädchenschule ins Leben ruft, die bis 1958 Bestand hat.
bis heute bleibt das Kloster Reutberg ein lebendiges Zentrum der Spiritualität und des Gemeinschaftslebens.
In der Diskussion um den Klimaschutz kommt den Hochmooren eine besondere Bedeutung zu. Wachsende Moore binden große Mengen von Kohlendioxid (CO2), sie sind damit sehr wirksame Kohlenstoffspeicher. Durch den Menschen entwässerte Moore (z.B. zur Torfgewinnung) dagegen bauen sich langsam ab und geben dabei große Mengen Kohlendioxid (CO2) und das besonders klimaschädliche Lachgas (N2O) frei.
Die Renaturierung von Hochmooren durch Wiedervernässung ist deshalb eine wichtige Aufgabe des Klimaschutzes. Außerdem können intakte und renaturierte Hochmoore große Wassermengen speichern und damit zum Hochwasserschutz beitragen. Nicht zuletzt sind sie Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, die hochspezialisiert sind und deshalb nur hier überleben können.
Es wurde bereits im Jahr 1940 unter Schutz gestellt, daher ist das Querfeldeingehen abseits der Wege nicht erlaubt.
Das Ellbach- und Kirchseemoor ist mit seinen knapp 800 Hektar das drittgrößte Moorgebiet Bayerns.
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